Neuer Beitrag von Prof. Dr. Katharina Uffmann in der ZStV – Zwischen Kontrolle und Konflikt: Zerrüttetes Vertrauen als Abberufungsgrund im Stiftungsrecht
Eskalierende Konflikte im Stiftungsvorstand können die Handlungsfähigkeit der Stiftung unmittelbar gefährden – doch reicht ein zerrüttetes Vertrauensverhältnis bereits als Abberufungsgrund aus?
Dieser Frage widmet sich Prof. Dr. Katharina Uffmann in ihrem Beitrag (ZStV 2026, 3 ff.) und untersucht die Übertragbarkeit gesellschaftsrechtlicher Maßstäbe auf das Stiftungsrecht. Im Fokus steht die „unheilbare, mitverantwortete Zerrüttung“, die im Gesellschaftsrecht anerkannt ist, im Stiftungsrecht jedoch wegen der besonderen Governance-Struktur umstritten bleibt.
Der Beitrag zeigt, dass gerade die fehlenden neutralen Kontrollinstanzen eine Anerkennung erforderlich machen können, zugleich aber klare Grenzen gelten: Eine Abberufung setzt ein nachhaltiges Zerwürfnis, zurechenbare Verursachungsbeiträge und eine negative Zukunftsprognose voraus.
Der Beitrag plädiert damit für eine differenzierte, rechtsformübergreifend konsistente Anwendung des wichtigen Grundes und versteht die Zerrüttung nicht als Einfallstor für Missbrauch, sondern als notwendiges Instrument zur Sicherung funktionsfähiger Stiftungsorgane.Publiziert 26. Februar 2026
Neuer Beitrag von Prof. Dr. Katharina Uffmann in der ZfA
Das BAG hat virtuelle Anteilsoptionen grundlegend neu eingeordnet – mit erheblichen Folgen für die Gestaltungspraxis. In seiner Entscheidung vom 19.3.2025 (10 AZR 67/24) qualifiziert es diese Modelle (auch) als Gegenleistung für Arbeitsleistung und verschärft damit den AGB-rechtlichen Prüfungsmaßstab.
Besonders betroffen sind Vesting- und Verfallklauseln: Ein sofortiger Verfall bereits „erdienter“ Optionen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird als unangemessen bewertet. Zulässig erscheinen nur noch gestreckte, zeitlich abgestufte Verfallregelungen. Zugleich wirft die Entscheidung zentrale dogmatische Fragen auf, insbesondere zur Reichweite privatautonomer Zuordnungen und zur Bedeutung des unsicheren Exit-Ereignisses.
Der Beitrag von Katharina Uffmann (ZfA 2025, 454 ff.) analysiert diese Rechtsprechungswende kritisch. Er zeigt, dass der „Paukenschlag“ zwar neue Maßstäbe setzt, aber keine zwingende Einordnung virtueller Optionen als Arbeitsentgelt folgt. Vielmehr verbleiben Spielräume für differenzierte Vertragsgestaltungen und damit für eine weiterhin flexible Ausgestaltung virtueller Beteiligungsmodelle.
Publiziert 26. Februar 2026
Herr Dr. Jan David Hendricks in die Junge Akademie | Mainz aufgenommen
Wir freuen uns sehr, dass Herr Dr. Jan David Hendricks als eines von 50 neuen Mitgliedern in die Junge Akademie | Mainz aufgenommen wurde.Mit Beginn der neuen Kohorte 2026 wird er Teil des renommierten interdisziplinären Nachwuchsförderungsprogramms der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz.
Die Mitgliedschaft würdigt exzellente wissenschaftliche Leistungen, vereint Forschende sowie Literatur- und Musikschaffende aus ganz Deutschland und fördert den fachübergreifenden Austausch über institutionelle und disziplinäre Grenzen hinweg. Die vierjährige Mitgliedschaft eröffnet zugleich vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung des Akademielebens.
Wir gratulieren ganz herzlich zu dieser Aufnahme!Publiziert am 29. Januar 2026